Schule6 Min. LesezeitKinwords Redaktion

Schulfehlzeiten entschuldigen: Was Eltern wissen müssen

Kurz gesagt: Fehlzeiten müssen immer entschuldigt werden, schriftlich und innerhalb der Frist eurer Schule. Bei Krankheiten reicht meistens eine Elternentschuldigung für ein bis zwei Tage. Ab dem dritten Tag verlangen viele Schulen ein ärztliches Attest.

Warum Entschuldigungen wichtig sind

Schulpflicht bedeutet, dass Kinder verpflichtet sind, am Unterricht teilzunehmen. Fehlen sie ohne Entschuldigung, gilt die Fehlzeit als unentschuldigt. Das ist nicht nur eine Formalie: unentschuldigte Fehlzeiten können bei der Versetzungsentscheidung eine Rolle spielen und führen bei regelmäßiger Häufung zu schulrechtlichen Konsequenzen.

Eine Entschuldigung ist die schriftliche Bestätigung der Eltern, dass die Fehlzeit einen berechtigten Grund hatte. Sie entschuldigt die Abwesenheit, hebt sie aber nicht auf. Das Kind hat den Stoff trotzdem verpasst und ist dafür verantwortlich, ihn nachzuholen.

So entschuldigt ihr richtig

Eine Entschuldigung enthält:

  • Name und Klasse des Kindes
  • Datum oder Zeitraum der Fehlzeit
  • Grund der Abwesenheit (ohne übermäßige Details bei Krankheit)
  • Unterschrift eines Elternteils oder der sorgeberechtigten Person

Manche Schulen haben eigene Entschuldigungsformulare, die ihr in der Agenda oder im Elternportal findet. Wenn nicht, reicht ein handschriftlicher Zettel. Digitale Entschuldigungen per E-Mail oder App werden von manchen Schulen akzeptiert, aber nicht von allen. Klärt das im Zweifel im Voraus.

Gebt die Entschuldigung direkt der Klassenlehrerin und nicht dem Kind in die Schultasche. Falls das Kind sie abgibt: fragt nach, ob sie angekommen ist.

Beurlaubung: Wenn ihr im Voraus wisst, dass euer Kind fehlt

Wenn ihr wisst, dass euer Kind an einem bestimmten Termin nicht in die Schule kann, zum Beispiel wegen eines Arztterminies, eines Familienanlasses oder einer Ausnahme im Stundenplan, könnt ihr im Voraus eine Beurlaubung beantragen. Das geht schriftlich beim Schulleiter oder der Klassenleitung.

Eine genehmigte Beurlaubung ist kein Freifahrtschein. Auch sie bedeutet, dass euer Kind den Unterrichtsstoff nachholen muss. Bei langen Abwesenheiten ist es sinnvoll, vorher bei der Klassenlehrerin nachzufragen, welcher Stoff behandelt wird, damit das Kind vorbereitet ist.

Was bei häufigen Fehlzeiten gilt

Wenn euer Kind oft fehlt, auch wenn immer entschuldigt, sollte die Schule das Gespräch mit euch suchen. Das ist kein Misstrauen, sondern eine Fürsorgepflicht. Fehlzeiten können auf Schulmüdigkeit, Mobbing, Schulangst oder andere Belastungen hinweisen.

Wenn ihr als Eltern selbst bemerkt, dass euer Kind häufig krank ist oder den Schulbesuch vermeidet, lohnt es sich, frühzeitig das Gespräch mit der Klassenlehrerin zu suchen. Gemeinsam lässt sich oft früher herausfinden, was dahintersteckt, als wenn man wartet, bis die Fehlstunden sich häufen.

Kinwords-Ratgeber für Eltern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die konkreten Regelungen variieren je nach Bundesland und Schule. Verbindliche Auskunft gibt eure Schulordnung oder die Klassenleitung.

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Häufige Fragen

Wie lange habe ich Zeit, eine Fehlzeit zu entschuldigen?

Die Frist ist je nach Bundesland und Schule unterschiedlich. In den meisten Schulen gilt eine Entschuldigungsfrist von drei bis fünf Werktagen nach der Abwesenheit. Viele Schulen verlangen, dass die Entschuldigung am ersten Tag der Rückkehr vorliegt. Die genaue Regelung steht in der Schulordnung eurer Schule. Im Zweifel: lieber früher entschuldigen als später.

Brauche ich ein Attest, wenn mein Kind krank war?

Für kurze Krankheiten von ein bis zwei Tagen reicht in der Regel eine schriftliche Entschuldigung der Eltern. Bei längeren Abwesenheiten, oft ab dem dritten Tag, verlangen viele Schulen ein ärztliches Attest. Einige Schulen haben strengere Regeln und verlangen das Attest bereits ab dem ersten Tag, besonders nach häufigen Fehlzeiten. Die Regelung eurer Schule findet ihr in der Schulordnung oder bei der Klassenleitung.

Was gilt als entschuldigter Grund?

Krankheit, Arzttermine, die sich nicht außerhalb der Schulzeit legen lassen, Trauerfälle in der Familie, behördliche Termine mit Anwesenheitspflicht und in manchen Bundesländern religiöse Feiertage der eigenen Konfession. Urlaub während der Schulzeit ist grundsätzlich kein entschuldigter Grund, kann aber in Ausnahmefällen vom Schulleiter genehmigt werden.

Was passiert, wenn mein Kind zu viele unentschuldigte Fehlstunden hat?

Das hängt vom Bundesland und der Anzahl der Stunden ab. Schul- und jugendrechtlich können unentschuldigte Fehlzeiten zu einer Verwarnung, einem Bußgeld, in schweren Fällen sogar zu einem Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Eltern führen. Bei sehr hohen Fehlzeiten kann das auch die Versetzung gefährden. Wenn die Ursache hinter dem Fernbleiben liegt, etwa Schulangst oder Mobbing, ist die Schulpsychologie die bessere Anlaufstelle als das Ordnungsamt.

Darf ich meinem Kind für besondere Anlässe schulfrei geben?

Für Anlässe, die nicht in die Schulferien fallen, könnt ihr beim Schulleiter eine Beurlaubung beantragen. Das ist ein formloser schriftlicher Antrag, der den Grund, den Zeitraum und die Zusicherung enthält, dass euer Kind den verpassten Stoff nachholt. Der Schulleiter kann die Beurlaubung gewähren oder ablehnen. Ein Anspruch besteht nicht. Urlaub wird in der Regel abgelehnt, besondere Familienanlässe werden öfter genehmigt.

Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel wurde von der Kinwords-Redaktion verfasst und befindet sich derzeit in pädagogischer Review. Für schulrechtliche Fragen wende dich an die Schule oder das Schulamt.

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