Ratgeber7 Min. LesezeitKinwords Redaktion

Erste Periode: Wie ihr eure Tochter vorbereitet

Kurz gesagt: Die erste Periode kommt meist zwischen 11 und 14 — oft früher, als Eltern denken. Wer vorher ruhig darüber spricht, nimmt dem Moment die Angst.

Irgendwann ist es so weit: Aus dem Kind wird langsam eine junge Frau. Die erste Periode (Menstruation) ist einer der sichtbarsten Schritte in diese neue Phase — und für viele Mädchen ein Moment zwischen Stolz, Unsicherheit und leiser Angst. Wie ihr eure Tochter begleitet, entscheidet mit, ob sie diesen Schritt als etwas Normales erlebt oder als etwas Peinliches, über das man nicht spricht.

Wann kommt die erste Periode?

Die meisten Mädchen bekommen ihre erste Periode zwischen 11 und 14 Jahren. Manche schon mit 9, andere erst mit 16 — beides ist normal. Ein guter Anhaltspunkt: Die Periode setzt meist rund zwei Jahre nach den ersten Pubertätsanzeichen ein, also nachdem sich die Brust zu entwickeln beginnt und Schamhaare wachsen.

Kurz bevor es losgeht, findet sich oft ein heller, weißlicher Ausfluss in der Unterwäsche. Das ist ein deutliches Zeichen, dass die erste Blutung in den nächsten Monaten kommen kann. Ein guter Zeitpunkt, das Thema anzusprechen — falls ihr es nicht längst getan habt.

Nicht das eine große Gespräch — viele kleine

Der häufigste Fehler: Eltern warten auf den perfekten Moment für „das Gespräch". Den gibt es nicht. Kinder, denen erst mit 12 in einem feierlichen Aufklärungsgespräch alles auf einmal erklärt wird, empfinden das Thema fast automatisch als groß und heikel.

Besser: viele kleine, beiläufige Momente. An den Drogerieregalen erklären, wofür die Binden und Tampons da sind. Beim Wäschesortieren erwähnen, dass Blutflecken normal sind und rausgehen. Wenn ihr selbst eure Periode erwähnt, statt sie zu verstecken, lernt euer Kind: Das gehört zum Leben, darüber redet man ganz normal.

Was eure Tochter vorher wissen sollte

  • Dass die Periode kommt und dass sie kein Grund zur Sorge ist, sondern ein Zeichen, dass der Körper gesund heranwächst.
  • Dass die ersten Male unregelmäßig sein können — mal kommt sie nach drei Wochen, mal nach zwei Monaten. Das pendelt sich mit der Zeit ein.
  • Wie eine Binde benutzt wird, und dass Tampons eine Option sind, aber kein Muss.
  • Dass sie jederzeit zu euch kommen kann, wenn sie Fragen hat oder etwas komisch findet.

Der Notfall in der Schule

Die größte Angst vieler Mädchen: Was, wenn es mitten im Unterricht losgeht? Nehmt ihr diese Sorge, indem ihr vorsorgt. Packt ihr ein kleines Täschchen mit zwei Binden und einer Ersatzunterhose in den Schulranzen — am besten, bevor die Periode überhaupt kommt.

Sagt ihr außerdem: Wenn nichts dabei ist, kann sie jede Lehrerin, die Schulsanitäter oder das Sekretariat ansprechen. Das ist kein Drama und keine Blamage — das machen jeden Tag Tausende Mädchen an jeder Schule.

Und wenn es Bauchweh und schlechte Laune gibt?

Regelschmerzen und Stimmungsschwankungen rund um die Periode sind häufig. Eine Wärmflasche, Ruhe und Verständnis helfen mehr als der Satz „Stell dich nicht so an". Wenn die Schmerzen aber so stark sind, dass eure Tochter regelmäßig die Schule versäumt oder sich krümmt, gehört das ärztlich abgeklärt — Kinderärztin oder Frauenärztin sind die richtigen Ansprechpartner.

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Häufige Fragen

In welchem Alter kommt die erste Periode?

Die meisten Mädchen bekommen ihre erste Periode zwischen 11 und 14 Jahren. Es ist aber völlig normal, wenn sie schon mit 9 oder erst mit 16 kommt. Ein guter Anhaltspunkt: Die Periode setzt meist rund zwei Jahre nach den ersten Anzeichen der Pubertät ein, also nachdem sich die Brust zu entwickeln beginnt.

Wie spreche ich das Thema an, ohne dass es peinlich wird?

Nicht ein großes Aufklärungsgespräch planen, sondern viele kleine. Nutze Alltagsmomente — beim Einkaufen an den Drogerieregalen, beim Wäschesortieren. Wenn das Thema normal behandelt wird, wird es für dein Kind normal. Peinlich wird es vor allem dann, wenn Eltern selbst verlegen sind.

Was braucht meine Tochter für den Notfall in der Schule?

Ein kleines Täschchen mit zwei Binden und einer Ersatzunterhose in den Schulranzen — am besten, bevor die Periode überhaupt kommt. So ist sie vorbereitet, auch wenn es unerwartet in der Schule losgeht. Sag ihr, dass sie im Notfall jede Lehrerin oder das Sekretariat ansprechen kann.

Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel wurde von der Kinwords-Redaktion verfasst und befindet sich derzeit in kinderpsychologischer Review. Für konkrete medizinische Einschätzungen wende dich an eine Fachkraft.

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